Posts mit dem Label Kochen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kochen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Tomatensuppe mit Croutons

"Du hast mir noch nie eine Tomatensuppe gemacht": Dieser Wunsch, in einer dezenten Kritik verpackt, kam vor zirka drei Jahren von Herrn M. Er, der Tomatensuppen-Liebhaber, fühlte sich vernachlässigt. Und ich? Hatte noch nie in meinem Leben eine solche Suppe gekocht. Das hatte auch etwas Positives: Ich bin absolut ohne Erwartungen an das Projekt Tomatensuppe herangegangen. Und was soll ich sagen: Gleich der erste Versuch war ein absoluter Treffer. Gefunden habe ich das Rezept in einem Buch des wunderbaren Tim Mälzer. Ich mag seine Art zu quatschen, seine Art zu kochen - und eben auch seine Tomatensuppe. Die haben Herr M. und ich nun schon unzählige Male gegessen. Im stürmischen, feuchten Herbst am liebsten, aber auch im tiefsten Winter, wenn draußen vor dem Fenster Schneeflocken tanzten, im Frühling, wenn wir eine leichte Mahlzeit haben wollten, oder auch mal im Sommer, wenn 35 Grad im Schatten herrschten. Und immer war das Essen Begeisterung pur. Nur der Streit um die leckeren Butter-Croutons trübt die Stimmung immer ein bisschen. Aber ich bin ja erwachsen (und habe beim Kochen schon genascht).


 Tomatensuppe mit Croutons und Crème fraiche

(für 3 Personen)

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
2 Basilikumzweige
2 EL Tomatenmark
2 Dosen geschälte Tomaten (800 Gramm)
500 bis 600 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Zucker
6 Scheiben Toastbrot
Crème fraiche nach Belieben

Zuerst die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein würfeln, etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen, beides hinein und glasig anschwitzen. Anschließend die Basilikumzweige hinzugeben und auch etwas anbraten, gleiches gilt für das Tomatenmark. 

Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen, die geschälten und etwas zerkleinerten Tomaten aus der Dose hinzugeben. Nun alles 30 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. 

Nebenbei das Toastbrot in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne mit ordentlich (ja, ordentlich) Butter anbraten, bis es gebräunt ist und schließlich etwas salzen, hinausnehmen und in eine Schüssel geben.

Wenn die 30 Minuten um sind, die Suppe vom Herd nehmen und mit einem Pürierstab pürieren. Anschließend mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Und schon ist die Suppe fertig. Mit einigen Croutons und etwas Crème fraiche anrichten und einfach genießen.


So, das nächste Mal gibt es wieder etwas Süßes. 

Beste Grüße, Judith. 

Quelle: Tim Mälzer, "Born to Cook"

Montag, 6. Oktober 2014

Gefüllte Zucchini mit Hack

Ich verabschiede mich gerade von meinem Lieblingsgemüse. Doch ein paar Zucchini aus dem Garten gibt es ja noch - und ein besonders großes Exemplar ist über Umwege in meiner Küche gelandet. Herr M. mag ja Zucchini gar nicht so sehr, würde aber erstmal alles probieren, was ich ihm vorsetze. Mit diesem Wissen im Hintergrund habe ich mal etwas herumexperimentiert. Was gab der Kühlschrank her? Ich fand dort frisches gemischtes Hackfleisch und Feta. Im Gemüsekorb lagen neben der Riesen-Zucchini noch Tomaten, die wunderbar dufteten. Tomatenmark hab' ich sowieso immer da ... na dann mal loslegen. Genau das habe ich gemacht - und ich fand das Ergebnis wirklich lecker. Herr M. nach eigenen Aussagen auch. Dass er alles aufgegessen hat, spricht eine eigene Sprache.


Gefüllte Zucchini mit Hack


Eine große Zucchini (man kann auch kleinere nehmen, dann aber die Garzeit etwas anpassen)
Öl zum Anbraten
350 Gramm gemischtes Hackfleisch
Eine kleine, ausgepresst Knoblauchzehe
150 ml Gemüsebrühe
4 Tomaten
100 Gramm Feta
2 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Paprikapulver (scharf und edelsüß)

Erst einmal wird die Zucchini der Länge nach geteilt, anschließend muss das Fleisch mit den kleinen Kernen im Inneren ausgeschält werden. Das Fruchtfleisch aber unbedingt aufheben.

Ofen vorheizen (180 Grad im E-Herd, Ober- und Unterhitze), ausgehöhlte Zucchini-Hälften in eine Auflaufform geben (die abgerundete Seite nach unten). Zuerst Knoblauch mit wenig Öl in einer Pfanne anschwitzen, Gemüsebrühe hinzugeben und fast verkochen lassen. Nun das Hackfleisch hinzugeben und krümelig anbraten, Tomatenmark und das Fruchtfleisch der Zucchini dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Tomaten in kleine Würfel schneiden, zwei Drittel der Tomaten zur Masse in der Pfanne geben, noch drei, vier Minuten mitbraten.

Anschließend Masse in die Zucchini füllen und ab damit in den Ofen. Nach zirka 20 Minuten restliche Tomatenwürfel und zerbröselten oder geschnittenen Feta auf die Zucchini geben und alles nochmal für 10 bis 15 Minuten in den Ofen. Der Feta kann ganz leicht, aber auch etwas mehr angeschmolzen sein. Das ist Geschmackssache. Und dann? Servieren und ruhig alles auffuttern.

Beste Grüße, Judith.

Samstag, 30. August 2014

Risotto mit Tomaten-Zitronen-Huhn

Was für ein Stress in letzter Zeit! Es ist so, als hätte ich nie Urlaub gehabt. Sofort bin ich wieder drin in der Mühle...aufstehen, zur Arbeit gehen, abends vielleicht noch eine Sitzung, schnell nach Hause, einfach eine Stulle machen, kurz mit Herrn M. quatschen und schlafen gehen. Ich lebe momentan  fürs Wochenende, fürs Ausschlafen, fürs Einen-Gang-Runterschalten. Und natürlich fürs Backen und Kochen. Ich freue mich heute schon auf morgen, denn meine liebe Kollegin Andrea hat mir einen kleinen Eimer voller Pflaumen aus ihrem Garten mitgebracht. Die will ich natürlich verwerten und den Kuchen backen, den meine verstorbene Großmutter immer gezaubert hat. Das ist so eine Art Kuchen, der dafür sorgt, dass man nur beim Gedanken daran leuchtende Augen bekommt. Kennt ihr auch solche Rezepte? Die vor Erinnerungen platzen? Bei mir jedenfalls sind die Erwartungen groß, klar - somit auch die Chance auf Enttäuschung. Aber wenn der Kuchen nicht wie bei Oma schmeckt, probiere ich eben weiter...
Aber jetzt zum aktuellen Rezept, bevor ich mich hier in Erzählungen verliere. Irgendwann habe ich in Jamie Olivers 30-Minuten-Menü-Buch ein tolles Rezept für Zitronen-Huhn mit Tomate aus dem Ofen entdeckt. Das schmeckt dermaßen saftig und lecker, nicht zu fassen. Dazu noch ein Risotto, und ich bin gücklich...Hoffentlich seid ihr es auch.


Tomaten-Zitronen-Huhn mit Risotto

(für zwei bis drei sehr, sehr Hungrige)

Für das Risotto: 
250 bis 300 Gramm Risottoreis
Gut 2 Liter heiße Gemüsebrühe
1 Glas Weißwein
Eine Zwiebel
Eine Knoblauchzehe
Olivenöl
Eine handvoll geriebener Parmesan
Butter nach Belieben (gerne schön viel)

Für das Huhn:
500 bis 700 Gramm Hühnchenbrust
Olivenöl
20 Gramm Butter
Salz, Pfeffer
Paprika (rosenscharf und edelsüß)
Rosmarin
Kleine Tomaten an der Rispe
Zwei Zitronen
Bacon-Scheiben (zirka 8)

Los geht es mit dem Huhn: Olivenöl und Butter in eine Pfanne, heiß werden lassen, derweil die Hühnerbrüste jeweils in zwei bis drei Stücke teilen, mit den Gewürzen würzen, ab damit in die Pfanne und schön durchbraten.

Huhn in eine Auflaufform legen, etwas von dem Bratsud darüber geben, Tomaten samt Rispe sowie in Teile geschnittene Zitronen (achteln) dazwischen drapieren, Baconscheiben auf das Ganze legen (er sollte unbedingt oben liegen, sodass er knusprig wird), ab damit in den Ofen (E-Herd, Ober- und Unterhitze, 175 Grad Celsius).

Derweil wird das Risotto zubereitet: Olivenöl in einem schönen, breiten Topf erhitzen, klein geschnittene Zwiebeln und gehackten Knoblauch rein, glasig andünsten, Risottoreis dazu, kurz mitbraten lassen, mit Weißwein ablöschen. Während der Zubereitung immer mal einen Blick auf das Huhn werfen, bei Bedarf Herd etwas runterschalten.

Wenn der Wein eingekocht ist, sofort mit Gemüsebrühe ablöschen. Dieses Spiel wiederholt sich solange, bis das Risotto fertig ist: Immer, wenn die Flüssigkeit verkocht ist, kommt neue und vor allem heiße (!!) dazu, denn der Kochprozess sollte nicht unterbrochen werden. Auch ganz wichtig: immer schön rühren, eigentlich fast die ganz Zeit. Und probieren. Hat der Reis die richtige Konsistenz und ist alles schön schlurpsig, nehme ich den Topf vom Herd. Dann kommen der Parmesan und die Butter dazu und werden untergerührt. Und fertig.

Das Huhn, das jetzt fertig ist, aus dem Ofen nehmen, alles schön anrichten und schließlich: genießen!!!

Beste Grüße, Judith.

Quelle für das Huhn: Jamie Oliver "30 Minuten Menüs"



Dienstag, 12. August 2014

Hähnchen-Curry-Pizza geht auch immer

So, die zweite Urlaubswoche neigt sich schon ihrer Mitte zu ... Nein, bitte nicht! Aber die Zeit rennt und irgendwie verschwinden die Tage auf dem Kalender einfach. Morgens sind sie noch da, ein paar Stunden später schon Vergangenheit. Und ich verbringe diese Zeit mit Schwimmen, Chillen, ausgiebigen Wohnungsputz-Aktionen und natürlich Kochen. Ich schulde euch ja noch ein Rezept für Hähnchen-Curry-Pizza, die Herr M. und ich zusammen mit dem frischen Melonen-Feta-Salat gegessen haben. Die Pizza haben wir selbst entwickelt, nachdem ein toller Lieferservice in Berlin eine ähnliche im Sortiment hatte. Unsere Variante ist eindeutig besser: viel dicker belegt, mit fluffigem Boden und immer schneller weg als man gucken kann...


 Hähnchen-Curry-Pizza

(für ein Backblech)

Für den Pizzateig: 
500 Gramm Mehl
250 ml lauwarmes Wasser
1 Schuss Öl
Etwas Knoblauch, Oregano, Pfeffer
1 Pck. Trockenhefe (oder ein Würfel frische)
1 Prise Zucker
1 Prise Salz

Für die Pizza selbst: 
1 Dose stückige Tomaten
1/2 Flasche Curry-Sauce (die fürs Grillen)
500 Gramm Hähnchenbrust
1 Dose Ananasstücke (oder eine frische)
Currypulver, Salz, Pfeffer
Emmentaler (gerieben) und Mozzarella

Für den Teig Mehl und Gewürze in eine verschließbare Schüssel geben, Hefe, Wasser und Öl unterrühren, bis alles aufgelöst ist, Schlüssel verschließen und in warmes Wasser stellen, geht der Deckel mit einem Knall auf, ihn noch einmal verschließen, auf den zweiten Knall warten (richtig, eine Peng-Schüssel ist gemeint) und fertig ist der Teig, ihn mit etwas Öl an den Händen auf einem Backblech ausrollen. Wer möchte, kann auch einen Käserand herstellen. Dafür einfach Mozzarella (aber nicht den, der in einer Lake lagert, sonst wird es zu flüssig) in Stücke schneiden, diese auf den Rand der Pizza legen und den Teig so umschlagen, dass der Käse eingerollt ist.

Hähnchenbrust in Stücke schneiden, mit etwas Öl in einer Pfanne kräftig anbraten, anschließend mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.

Stückige Tomaten auf dem Teig verteilen, Curry-Sauce ebenfalls draufgeben, anschließend die gebratene Hähnchenbrust und die Ananasstücke gleichmäßig verteilen, noch etwas Currypulver auf die Pizza streuen und schließlich den Käse auf das Wunderwerk geben, gern beide Sorten gemischt.

Nun die Pizza zirka 25 Minuten (der Bräunungsgrad des Käses ist ein guter Richtwert) in den Ofen geben, im E-Herd bei zirka 200 Grad Celsius, Ober- und Unterhitze. Alles aber immer ganz gut im Auge behalten, denn das Ergebnis hängt doch sehr vom Herd ab.

Lasst es euch schmecken.

Beste Grüße, Judith.

Freitag, 1. August 2014

Zucchini-Feta-Pfanne - mal was Deftiges

Puh, war das eine Woche. Jede Menge Arbeit und immer nur den dick angestrichenen Freitag fest im Blick, denn ich habe URLAUB. Ich freue mich so. 14 Tage baden, chillen, Sport machen, ausschlafen und natürlich kochen, denn dazu komme ich einfach besser, wenn ich nicht total gestresst aus dem Büro nach Hause komme. Aber ein klitzekleines Gericht gibt es, das ist so schnell zubereitet, dass ich es sogar innerhalb der Woche mal schnell brutzeln kann: die Zucchini-Feta-Pfanne. Die lässt sich wunderbar einfach so oder zu Brot essen. Man kann sie auch variieren, indem man Paprika oder Auberginen mit hinein gibt. Ich mag aber noch immer die pure Variante am liebsten, denn ich bin ein Zucchini-Fan, anders als Herr M., der dieses Gericht aber auch ganz gerne mag. Und für meine Schwester, die sich beschwert hat, dass es hier kaum Deftiges gibt: Voilà. Auch wenn sie keine Zucchini mag, wie mir gerade einfällt...


Zucchini-Feta-Pfanne 

(als Snack für Zwei)

2 Zucchini
50 Gramm Feta
Etwas Oliven- und etwas Sonnenblumenöl
Einige Zweige Thymian
Rosmarin
Salz und Pfeffer

Die Zucchini gründlich waschen, längs halbieren und diese Hälften dann in kleine Stücke schneiden, beide Ölsorten (nicht zu viel) in eine Pfanne geben, ordentlich anbraten.

Thymianblättchen abzupfen und dazugeben, Rosmarinnadeln kleinhacken, beides etwas mitbrutzeln lassen, salzen und pfeffern, dabei immer mal abschmecken, dass es nicht zu lasch wird.

Die Zucchini kann man so lange braten lassen, wie man es gern hat, ich mag sie noch etwas knackig. Wenn sie fertig sind, den Feta mit in die Pfanne geben, damit er etwas schmilzt, vorsichtig durchrühren, servieren.



Man kann dieses Gericht auch super essen, wenn es schon etwas kalt ist. Es schmeckt jedenfalls immer. 

Beste Grüße, Judith.

Montag, 7. Juli 2014

Himbeer-Käse-Kuchen - das neue Lieblingsrezept

Ha, ich hab's geschafft. In der Kuchen-Rangliste bin ich wieder ganz weit oben, regelrecht abgeschlagen an der Spitze. Naja, mir ganz allein ist das nicht zu verdanken. Eher diesem super-saftigen, fruchtigen Himbeer-Käse-Kuchen-Rezept. Wir haben am Wochenende einen Geburtstag gefeiert und ich habe mich angeboten, etwas zu backen. In diesen Situationen liebe ich das Risiko: Ich backe generell irgendwas, das ich vorher noch nie ausprobiert habe und das auch jederzeit so richtig schön schief gehen kann. Das kann peinlich werden, wenn an der voll besetzten Kaffeetafel ein echter Fehlgriff angeschnitten wird. Doch dieses Mal ging meine Strategie wieder auf. Die Sonne schien, die Erdbeer-Bowle schmeckte super und ... ja, mein Kuchen war der Knaller (neben den vielen anderen). Und dann ein Herr M., der hochzufrieden eine Kuchenkabel in den Mund steckte: "Mh, mein neuer Lieblingskuchen." Na siehste, geht doch.

Eigentlich war es ganz einfach. Nur, die richtigen Himbeeren zu finden, war etwas kompliziert. In unseren Läden hier in der Kleinstadt habe ich keine schönen mehr entdeckt. Doch der Markt rettete mich: Da lachten sie mich an - riesig, prall und super-süß. Da habe ich gleich dreifach zugeschlagen, zwei Körbchen fürs Backen, eines fürs Naschen.



Aber schon der Biskuit-Boden hat bei diesem Rezept einen Clou. Er wird mit Zitrone und Vanillepaste gebacken - und man schmeckt's später echt raus.





Die Creme an sich ist sehr einfach. Der Hauptbestandteil ist Frischkäse, meine momentane Lieblings-Kuchenzutat. Und natürlich Eier. Die bekomme ich immer von meinen Schwiegereltern - wir reden hier also von echter, 100-prozentiger Bio-Ware.


So, und nun das Rezept. Ich habe euch ja lange genug warten lassen. Und glaubt mir, das wollt ihr probieren.

Himbeer-Käse-Kuchen

(für eine 26er Springform)

45 Gramm Butter (und etwas extra)
35 Gramm Mehl (und etwas zum Ausstäuben der Springform)
60 Gramm Speisestärke
1 TL Backpulver
7 Eier
Zirka 400 Gramm Zucker
Eine Prise Salz
2 TL flüssiges Vanillearoma (Vanille-Paste)
Schale von einer Bio-Zitrone und Saft von einer halben Bio-Zitrone
300 Gramm Himbeeren
50 Gramm Amarettini
900 Gramm Doppelrahmfrischkäse
175 Gramm Schlagsahne

Springform gut fetten und mit Mehl ausstäuben, Ofen auf 175 Grad Celsius (E-Herd Ober- und Unterhitze) vorheizen.

45 Gramm Butter schmelzen, 35 Gramm Mehl, 30 Gramm Stärke und Backpulver mischen, 4 Eier trennen, Eigelb mit dem Schneebesen der Kuchenmaschine (oder mit dem Mixer) zirka drei Minuten cremig rühren, dabei 75 Gramm Zucker und eine Prise Salz einrieseln lassen.

Creme zirka fünf Minuten weiterrühren, 1 TL Vanillearoma und Zitronenschale hinzugeben, Mehlmischung drübersieben und unterrühren, flüssige Butter dazu.

Eiweiß und eine Prise Salz steif schlagen, dabei 2 EL Zucker einrieseln lassen, ein Drittel des Eischnees unter die Teigmasse rühren, den Rest vorsichtig unterheben, alles in Springform streichen, zirka 15 Minuten backen und anschließend in der Form auskühlen lassen.

Himbeeren verlesen, Amarettini in einem Gefrierbeutel grob zerstoßen, Springform mit Alufolie andichten (Einfach zwei Bahnen kreuzweise übereinanderlegen, Springform in der Mitte draufsetzen und Alu-Bahnen hochschlagen, schön fest drücken)

200 Gramm Frischkäse, 100 Gramm Zucker und 30 Gramm Stärke auf niedriger Stufe mit dem Schneebesen des Rührgeräts drei Minuten verrühren, restlichen Frischkäse unterrühren, Schneebesen auf höchste Stufe stellen, 200 Gramm Zucker, 1 TL Vanille-Aroma und Zitronensaft hinzufügen, drei Eier kommen auch noch dazu (bitte einzeln hinzufügen), Sahne unterrühren und alle mixen, aber nicht zu lange.

Himbeeren auf den erkalteten Biskuit-Boden legen (ruhig etwas mehr), Creme draufstreichen, Amarettini auf der Creme verteilen.

Springform in tiefe Auflaufform oder das tiefe Backblech in den Ofen stellen und mit heißem Wasser auffüllen (zirka 2,5 Zentimeter hoch), dann alles eine Stunde backen, Kuchen bei ausgeschaltetem Ofen und offener Ofentür noch eine halbe Stunde stehen lassen, dann rausnehmen, Folie entfernen und alles abkühlen lassen.

Der Kuchen wandert anschließend in den Kühlschrank, mindestens vier Stunden, am besten über Nacht. Und dann wird angeschnitten ...





Na, dann lasst es euch mal schmecken. Beste Grüße, Judith.

Montag, 23. Juni 2014

Erdbeer-Curry-Ketchup - fruchtig und mal was ganz anderes


Herr M. schleppt derzeit kiloweise Erdbeeren nach Hause. Und ich meine wirklich kiloweise. Jeden Abend sitzt er - eigentlich satt und zufrieden - im Wohnzimmer und futtert die roten Köstlichkeiten in sich hinein. Doch irgendwann geht selbst ihm die Puste aus, und dann ist Kreativität gefragt. Da kam mir das Rezept für Erdbeer-Curry-Ketchup, das ich in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift "Essen und Trinken - Für jeden Tag" entdeckt habe, gerade recht. Mal was Neues, was Außergewöhnliches sollte es sein. Und irgendwas, das mir - einer Liebhaberin der Mischung aus Süßem und Deftigem - auch gefällt. Das fiel die Wahl leicht. Außerdem stand ein Feierwochenende an. Ich bin in diesem Jahr 30 geworden, habe aber im Winter Geburtstag. Am Sonnabend stieg daher erst die Fete (nur war das Wetter nicht wirklich gut, eher verregnet und stürmisch). Leider hat sich aber kein Gast getraut, den hübsch-verpackten Ketchup auch zu öffnen und zu probieren... das wurde am Sonntag mit Bratwurst vom Grill nachgeholt - mit großem Erfolg.


Erdbeer-Curry-Ketchup

(ergibt zwei größere Gläser und einen kleinen Nasch-Rest)

 1 Kilogramm Erdbeeren
30 Gramm frischen Ingwer
1 bis 2 Chilischoten
1 Zwiebel
2 EL Öl
80 Gramm Tomatenmark
100 ml Apfelessig
3 EL Currypulver
1 TL Paprika edelsüß
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
250 Gramm Gelierzucker 2:1
Salz, Pfeffer

Erdbeeren waschen, putzen und mit einem Stabmixer pürieren, Ingwer schälen und fein reiben, Chili fein hacken, Zwiebel fein würfeln.

Öl in großem Topf erhitzen, Ingwer, Chili und Zwiebel darin zirka fünf Minuten andünsten, Erdbeerpüree, Tomatenmark, Apfelessig, Currypulver, Paprikapulver, Muskatnuss und Gelierzucker dazugeben, unter Rühren bei starker Hitze aufkochen und drei Minuten kräftig kochen lassen.

Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken (ruhig etwas großzügiger) und in saubere Twist-off-Gläser füllen. Fest verschließen, kopfüber stellen und nach zehn Minuten wieder umdrehen, ab damit in den Kühlschrank, wo sich das Ganze sechs bis acht Wochen halten soll. 

Ich sage euch: Zu Bratwurst ist das der Brüller. Ich find's super. 

Beste Grüße, Judith.


Quelle: Essen und Trinken - Für jeden Tag, Ausgabe 7/2014

Dienstag, 27. Mai 2014

Zitronen-Butter-Lachs - ein Kinderspiel


So, heute gibt es mal etwas Deftiges. Der Mensch braucht ja auch Abwechslung. Und da verrate ich euch das einfachste Lachs-Rezept der Welt. Die meiste Arbeit macht der Ofen und das Ergebnis ist einfach göttlich. Ihr braucht nur Lachs, Salz, Pfeffer, Dill, Butter und ein bisschen Zitrone ... Ach, ich bekomme Hunger.






Zitronen-Butter-Lachs

(für 3 bis 4 Personen, oder zwei ganz Hungrige)

500 Gramm Lachs (TK-Ware bitte auftauen lassen)
3-4 Zitronen
zirka 100 Gramm Butter
einige Stängel Dill
Salz und Pfeffer
Alu-Folie

Der Lachs sollte unbedingt aufgetaut sein. Den Fisch in zirka 100 Gramm-Stücke schneiden (vielleicht etwas mehr, einfach in der Mitte teilen). Jedes Stück einzeln auf ein Stückchen Alufolie legen, das bequem samt Inhalt zusammengefaltet werden kann.

Salzen, pfeffern. Mit dem Messer ein sehr großzügiges Stück Butter abschneiden, auf den Fisch legen. Dill drauf drapieren. Eine Scheibe Zitrone kommt auch noch oben drauf.

Dann das ganze Päckchen erst an den Seiten nach oben falten, die Folie so verschließen, dass nichts rauskleckern kann. Die einzelnen Päckchen bei zirka 200 Grad Celsius in den vorgeheizten Ofen geben. Nach spätestens 20 Minuten ist alles fertig. Das kommt aber auch euren Herd an, einfach mal zwischendurch eines der Pakete vorsichtig öffnen und gucken, wie der Fisch aussieht. 

In der Zwischenzeit kann man beispielsweise etwas Gurkensalat und Kartoffelpüree machen. Das schmeckt sehr gut zusammen. Das Rezept eignet sich aber auch super für eine Grillparty. Ach, der Hunger ist jetzt noch schlimmer ... Ich geh' mal den Kühlschrank inspizieren.

Beste Grüße, Judith