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Mittwoch, 12. November 2014

Nachgebacken: Rosenkohl-Tarte mit getrockneten Tomaten

So, jetzt hat es mich erwischt. Ich wollte es ja nicht wahrhaben, aber ein Blick reicht und ich weiß: Der Sommer ist futsch, weg, einfach verschwunden. In unseren Straßen vor dem Fenster halten sich die Nebelbänke viel zu lange. Die Bäume tragen längst kaum noch Blätter. Und dann diese kalte Feuchtigkeit. Nein, ich mag den November nicht. Definitiv nicht. Da braucht es einen Seelenwärmer, der einem den Abend etwas versüßt. Herr M. und ich sind nämlich Spät-nach-Hause-Kommer, daher ist das Abendessen sozusagen unsere Hauptmahlzeit. Neulich habe ich bei uns auf dem Markt wunderschönen, frischen Rosenkohl entdeckt. Also habe ich das Handy gezückt und nach interessanten Rezepten gesucht. Schließlich wurde ich bei Chili und Ciabatta, einer Seite, die ich regelmäßig verfolge, fündig: Rosenkohl-Tarte mit Schinken, Käse und getrockneten Tomaten? Klang wunderbar, war es auch. Einmal eine ganz neue Erfahrung.


Rosenkohl-Tarte mit getrockneten Tomaten

(für eine 30er Form)

Für den Teig: 

50 Gramm Butter
30 Gramm Bergkäse
150 Gramm Mehl
1 TL Backpulver
40 ml Milch
75 Gramm Magerquark
1 Eigelb

Für den Belag:

500 Gramm Rosenkohl
2 Schalotten
40 Gramm Tomaten in Öl (abgetropft)
3 Stiele Thymian
50 Gramm Schinkenwürfel
50 Gramm gekochter Schinken
1 Ei
150 Gramm Schmand
60 Gramm Bergkäse
Salz und Pfeffer

Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Für den Teig Butter zerlassen, abkühlen lassen, Mehl, Backpulver, etwas Salz und Käse in Schüssel geben, Milch, Quark, Eigelb und Butter glatt rühren, mit der Mehlmischung zu Teig verkneten.

Tarteform buttern, Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ausrollen, Form damit auslegen, Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen, ab damit in den Ofen (unterste Schiene) für 15 Minuten, anschließend auf einem Gitter abkühlen lassen.

Rosenkohl inzwischen putzen, halbieren und im kochenden Salzwasser zirka fünf Minuten kochen, abgießen, abschrecken, abtropfen lassen. Dann Schalotten vierteln (ich mag Zwiebeln jeder Form nicht so und lasse sie daher groß). Abgetropfte Tomaten in Scheiben schneiden, Thymian-Blättchen abzupfen und fein hacken. 

Schinkenwürfel in einer Pfanne etwas anbrutzeln, Schalotten hinzugeben und etwas glasig dünsten, Tomaten und Rosenkohl dazu, zirka 5 Minuten mitbraten, gekochten Schinken unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen.

Ei und Schmand mischen, mit Salz und Pfeffer würzen, auf den Boden geben. Dann Rosenkohl-Schinken-Masse vorsichtig draufgeben und verteilen, mit dem Käse bestreuen, der noch übrig ist. Dann kommt das Ganze erneut in den Ofen, für zirka 25 bis 30 Minuten auf der zweiten Schiene von unten.


Als das Ganze dann aus dem Ofen kam, hat es wunderbar geduftet. Ich habe das Original-Rezept übrigens noch etwas modifiziert. Wie ihr sehr, gibt es bei mir statt Speck Schinkenwürfel. Und ich habe die Käsemenge deutlich erhöht... denn Käse geht immer. 

Beste Grüße, Judith.

Montag, 27. Oktober 2014

Zwei Sorten Pizzaschnecken

Ich bin ja immer auf der Suche nach schnellen Rezepten, die ganz leicht gemacht sind und natürlich schmecken. Neulich sind mir da Pizzaschnecken ins Auge gestochen. Na, das war ja gleich das Richtige für mich. Alle Anforderungen erfüllt, sozusagen. Das Geniale: Man kann diese kleinen Dinger einfach so füllen, wie man Lust und Laune hat. Die einzige Voraussetzung ist, dass sich irgendwo in den Tiefen des Kühlschranks eine Packung TK-Blätterteig befindet. Also ich hab' das ja jetzt immer ... falls mich der Hunger auf Pizzaschnecken mal wieder überkommt. Vorsicht, Suchtgefahr, sag' ich nur.


Pizzaschnecken

(für 24 Stück)

2 Packungen TK-Blätterteig
Zirka 200 Gramm Bergkäse (Stück) oder Gouda (für die, die es milder mögen)

Für die Spinat-Variante: 

400 Gramm frischer Blattspinat
1 kleine Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
Salz und Pfeffer

Für die Schinken-Variante:

100 bis 150 Gramm Kochschinken
Nach Geschmack getrocknete Tomaten, Thymian, Oregano

Zuerst wird der Spinat verlesen, geputzt und gewaschen, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln, mit etwas Öl in eine Pfanne geben, andünsten, Spinat dazu und erhitzen, bis der Spinat zusammengefallen ist. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Herd auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, den Blätterteig für die Spinatfüllung ausrollen,  die Spinatmasse auf dem Teig verteilen, dabei oben und unten (also an den schmaleren Seiten) zirka zwei Zentimeter frei lassen. 

Schließlich Käse drüber raspeln und den Teig vorsichtig aufrollen. Die Rolle schließlich in 12 Schnecken schneiden, auf ein Backblech mit Backpapier legen und noch etwas Käse drüberstreuen. Das Backblech kommt jetzt für zirka 20 Minuten in den Ofen, immer gut im Auge behalten.

Die Schinken-Variante ist noch einfacher: Einfach den zweiten Blätterteig ausrollen, mit Schinken belegen (wieder oben und unten etwas Platz frei lassen), nach Belieben getrocknete Tomaten klein schneiden und drüberstreuen, Käse drüberraspeln, Oregano oder Thymian drauf, alles vorsichtig aufrollen, in 12 Schnecken schneiden, auf ein Backblech mit Backpapier legen, Käse drüberstreuen und alles für zirka 20 Minuten in den Ofen.


Diese Schnecken sind relativ tückisch...kaum sind sie im Ofen, verströmen sie einen tollen Duft. MERKWÜRDIGERWEISE war es mir daher nicht möglich, auch wirklich alle 24 Schnecken mit an ihren eigentlichen Bestimmungsort zu bringen, zwei verschwanden auf wundersame Weise. Kein Ahnung, was passiert ist...

Beste Grüße, Judith.